cambio nach vier Jahren Branchenprimus /
Auch mit neuen Serviceangeboten für Kunden ist cambio Vorreiter
Bremen 01.04.2004 Die CarSharing-Branche ist im Umbruch. Shell hat die Stadtmobil-Dortmund-Gruppe übernommen. Der Verkauf der Stattauto AG (Berlin/Hamburg) steht in Kürze bevor. Doch cambio feiert - und hat sich selbst ein Geschenk gemacht. Zum vierten Geburtstag ist cambio mit 320 Fahrzeugen und mehr als 10.700 Kundinnen und Kunden größter CarSharing-Anbieter in Deutschland. Der Umsatz stieg in drei Jahren um 50 %: von 2,2 (2000) auf 3,3 Mio Euro (2003).
"Beim Zusammenschluss der Unternehmen aus Aachen, Bremen und Köln Ende März 2000 wollten wir nach drei Jahren größter CarSharing-Anbieter sein. Jetzt hat es zwar ein Jahr länger gedauert, aber wir haben dieses Ziel erreicht", erläutert Joachim Schwarz, Geschäftsführer von cambio Deutschland. Und ergänzt: "Bis wir die knapp 60.000 Kunden der Schweizer Kollegen erreicht haben, gibt es noch viel zu tun. Da ist es auch wichtig mit Neuentwicklungen CarSharing noch kundenfreundlicher zu machen."
Seit dem Zusammenschluss hat sich die Kundenzahl der cambioGruppe mehr als verdoppelt. Rein rechnerisch fährt jeder siebte CarSharing-Kunde in Deutschland ein cambio-Auto. Die Zahl der deutschen Städte mit cambio-Angebot nahm von vier auf acht zu.
cambio Deutschland in Zahlen
Kennzahl / 24.03.00 / 24.03.04 / Steigerung
Kunden (Fahrberechtigte) / 4.800 / 10.700 / +122 %
Fahrzeuge / 196 / 320 / +63 %
Standorte / 82 / 107 / +30 %
Kunden je Fahrzeug / 24,4 / 33,4 / +36 %
Mitarbeitende / 34 / 59 / +74 %
Gemeinsam gehts besser
Die wachsenden Herausforderungen einer professionellen Dienstleistung hatten Veränderungen notwendig gemacht. "Der Zusammenschluss und die Standardisierung waren ein Kraftakt, der uns zum Teil auch an persönliche Grenzen geführt hat, aber es hat sich für alle gelohnt!" freut sich Gisela Warmke, Geschäftsführerin von cambio Aachen.
cambio entwickelte einen einheitlichen Markenauftritt mit gleichen Konditionen und flexiblen Tarifmodellen in allen Städten. Das ermöglicht seither auch den Einsatz der elektronischen Zugangskarte in allen cambio-Städten.
Neuentwicklungen und Angebotsverbesserungen
"Es reicht uns nicht, Branchenprimus zu sein. Wir möchten auch weiter mit Neuentwicklungen fürs CarSharing die Nase vorn haben", betont Joachim Schwarz. Einige Beispiele:
1. "Vorbestellung": ein Unternehmen reserviert ein bestimmtes Fahrzeugkontingent exklusiv. Die Mitarbeiter buchen später je nach Bedarf selbstständig.
2. "Open End" (freie Rückgabezeit): bei der Reservierung muss keine Rückgabezeit angegeben werden das Pilotprojekt befindet sich in der Abschlussphase.
3. Partnerschaft mit dem Autovermieter Hertz: OneWay-Fahrten sind nun bundesweit möglich. Oberklassewagen und auch LKW ergänzen den cambio-Fuhrpark. Die Buchung der Hertz-Autos erfolgt über die cambio-Homepage.
cambio Belgien
Auch in Belgien ist cambio erfolgreich. Der Startschuss erfolgte unter großem Medieninteresse im Mai 2002 als Pilotprojekt mit dem belgischen Partner Taxistop in Namur. Ein Jahr später startete Brüssel mit sehr großem Erfolg. In Brüssel ist das örtliche ÖV-Unternehmen Miteigentümer des CarSharing-Unternehmens. Die Zahlen: 750 Kunden, 45 Autos in fünf Städten.
Entwicklungen seit dem Zusammenschluss aus Sicht der cambioStädte
Aachen: Die Professionalisierung hat einen bedeutenden Schub für das Wachstum in Aachen geleistet. Die Zusammenarbeit mit dem ÖV-Anbieter ASEAG hat dazu beigetragen. Zahlen: 40 Autos an 14 Standorten; ca. 1700 Fahrberechtigte.
Bielefeld: Im Vergleich zu März 2000 gibt es 1,5 mal mehr Autos, 3,5 mal mehr Kunden und der Umsatz pro Monat hat sich verdoppelt. Der Wechsel zu cambio in 2001 war ein Quantensprung in Sachen Service und Qualität. freut sich Andreas Schwan, Geschäftsführer von cambio Bielefeld. Hoch zufrieden zeigt er sich auch mit dem Umzug in das MoBiel-Haus. Die CarSharing-Beratung durch MoBiel-Mitarbeiter hat weiteren Schwung gebracht. Zahlen: 30 Autos an 15 Stationen; knapp 1000 Fahrberechtigte.
Bremen und Bremerhaven: Der Service in der Stadt, in der cambio Deutschland ihren Sitz hat, ist besser geworden. Es erfolgte Erschließung der Innenstadt mit attraktiven Stationen in Parkhäusern (Am Brill, Domsheide) und den Mobil-Punkte Dobben und Bahnhof zusammen mit Fahrrad-, Taxistand und Straßenbahnhaltestelle. Dazu beigetragen hat die Zusammenarbeit mit der BSAG und die CarSharing-Beratung durch BSAG-Mitarbeiter im Kundencenter Domsheide. Zahlen: fast 100 Autos an 38 Stationen; mehr als 3000 Kunden.
Hamburg: Die Stadt ist jüngster Spross der cambioGruppe und wird zunächst durch cambio Bremen betrieben. Seit dem Start (Oktober 2003) konzentriert sich cambio mit vier ausbaufähigen Stationen auf den Hamburger Westen: Ottensen, Eimsbüttel, Altona, St. Pauli. Mit steigender Nachfrage wird das Angebot ausgebaut. Zahlen: Sieben Fahrzeuge an vier Stationen; 70 Kunden.
Köln: Richtungsweisend ist die Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft GAG/Grubo: Mieter erhalten außer einer Station in nächster Nähe auch Sonderkonditionen beim CarSharing. Ein weiteres Beispiel einer bedarfsorientieren Stationseinrichtung: Station Zeughaus für die Weltjugendtag gGmbH. Zahlen: 124 Fahrzeuge an 21 Stationen; mehr als 4200 Kunden.
Oldenburg: Nach der Gründung einer Dienstleistungs-GmbH und Übernahme des CarSharing-Geschäftes vom StadtTeilAuto e.V. seit einem Jahr im cambio-Verbund. Die Anpassungen an die neuen Strukturen sind fast abgeschlossen. Durch die Kooperation mit dem örtlichen ÖV-Anbieter VWG und aufgrund der erweiterten Tarifpalette wachsen die Kundenzahlen. Zahlen: zwölf Autos an 10 Stationen; 270 Kunden.
Saarbrücken: Dieses Unternehmen war die erste Neugründung unter cambio als Tochterunternehmen von cambio Aachen. Von Anfang an gab es eine erfolgreiche Kooperation mit der Saarbahn+Bus. Start war bei Null. Zahlen heute: 12 Autos an 5 Stationen; knapp 400 Fahrberechtigte.